3BE Managing Director And Founder Bernd Marsch

Bernd Marsch

Bernd Marsch, Jahrgang 1966, gilt als Mastermind des Teams hinter den Aural Sculptures von 3BE. Bernd befasst sich seit über 40 Jahren mit Musikhören und Musikwiedergabe. Mit 14 baute er seine ersten eigenen Lautsprecherboxen. Während des Studiums der Systemdynamik und Regelungstechnik in Stuttgart entwarf und fertigte er seine ersten Boxenpaare für zahlende Kunden. Bis in die späten 90er experimentierte er mit etablierten Methoden und neuen, inbesondere computergestützten Konzepten im Lautsprecherbau.

„Ich bin ein Kind der 80er. Ich leistete mir regelmäßig Fachzeitschriften wie Audio und Hifi-Visionen. Ich verehrte den – mir persönlich unbekannten – Harald Kuppek für sein Remastering der Stereoplay-Sampler und träumte von der Teilnahme an den Hörtests in den Laboren der großen Lautsprecherhersteller.“

Seine berufliche Laufbahn schlug Bernd jedoch erst einmal im chemischen Anlagenbau ein und setzte sie später im strategischen Management eines großen Chemiekonzerns fort. Die Entwicklungen im HiFi-Markt behielt er dabei immer im Auge.

„Ich wurde vom Tüftler zum Konsumenten. Dabei fiel mir auf, dass speziell im Bereich der High-End-Lautsprecher quasi alle drei Monate eine neue Box auf den Markt kam, die vermeintlich noch besser klang als hunderte andere Boxen zuvor. Das war mir suspekt. Mir schien die technische Innovation – abgesehen von spektakulären Einzelfällen wie von German Physics – eher überschaubar.“

Die Leidenschaft für den Lautsprecherbau wurde bei Bernd im Laufe der 2010er Jahre neu entfacht: „Raumakustik-Korrektur, Streaming und andere elektronische bzw. digitale Eingriffe wurden im High-End-Bereich salonfähig. Selbst aufrechte Verfechter einer wunderschönen, unfassbar teuren analogen Gerätekette sind ins Grübeln gekommen, als sie sich in einem normalen Wohnzimmer mal mit einem Lyngdorf-Baustein beschäftigt haben.“

Den eigentlichen Anstoß für die Unternehmung „3BE“ lieferte jedoch die berufliche Befassung mit dem Thema „Additive Manufacturing“. „Wir hatten in meinem Unternehmen mehrere entsprechende Investitionsprojekte zu prüfen. Mir wurde da erst richtig bewusst, welche Möglichkeiten der 3D-Druck bietet: Neue Freiheiten der Formgebung, völlig anders gelagerte Design- und Konstruktionsprozesse, neue Materialien, Individualisierung.“

2016 begann Bernd mit der – zunächst nebenberuflichen – Konzeptentwicklung für eine Lautsprecherbox, die sich möglichst aller Vorteile bedienen sollte, die die Herstellung mittels 3D-Druck-Verfahren bietet. Und damit auch klanglich in der Top-Liga der High-End-Lautsprecher für Home-HiFi mitspielt. „Egal, mit welchen meiner vielen qualifizierten Partner ich mich beriet – danach öffneten sich zumeist mehr Türen als sich schlossen. Es war klar, dass das Konzept „fliegen“ würde. Die Schwierigkeit besteht auch jetzt noch eher in der Reduzierung auf das Wesentliche. Wir haben eindeutig mehr Optionen als Ressourcen.“

Seit 2020 ist Bernd aus der Konzernkarriere ausgestiegen, um sich ausschließlich dem weiteren Ausbau der Idee „3BE“ zu widmen.

„Wir können nun mit dem bisher Erreichten unseren Kunden – und ggf. deren Kunden – Außergewöhnliches bieten. For the Eyes, for the Ears, for the Mind.“